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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:luen4-opus-142991
URL: http://opus.uni-lueneburg.de/opus/volltexte/2014/14299/


Arbeitsmarktregime und Sparverhalten

Labor Market Regimes and Saving Behavior

Seng, Kilian

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SWD-Schlagwörter: Arbeitsmarkt , Arbeitslosigkeit , Sparen
Freie Schlagwörter (Englisch): Labor Market , Unemployment , Saving
Institut: Politikwissenschaften
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Müller-Rommel, Ferdinand (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.05.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 30.05.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Die Arbeit analysiert den Einfluss von Arbeitsmarktregimen auf das Sparverhalten privater Haushalte in Deutschland und Großbritannien aus einer vergleichenden Perspektive. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob das Sparvermögen abhängig beschäftigter Personen durch ihre Angst vor Arbeitslosigkeit beeinflusst wird.
Die Untersuchung widmet sich dem Einfluss von Institutionen auf individuelles Verhalten in unterschiedlichen nationalen Kontexten: geringere Dynamik des deutschen Arbeitsmarktes – operationalisiert über die durchschnittliche Verweildauer in Arbeitslosigkeit – und entsprechend höhere individuelle Angst vor Arbeitslosigkeit tragen demnach zur Erklärung bei, warum die aggregierten Sparquoten privater Haushalte in kontinental-europäischen deutlich höher sind als in angelsächsischen Wohlfahrtsstaaten. Die theoretische Fundierung auf der Mikroebene liefert ein Buffer-Stock Saving-Modell, wonach sich Individuen gegen Einkommensvolatilität durch das Anhäufen von Sparvermögen absichern (Vorsichtssparen).
Anhand von Panel-Daten abhängig beschäftigter Personen in Deutschland (SOEP) und Großbritannien (BHPS) ergibt sich unter Kontrolle für Konsumpräferenzen und weitere Einflussfaktoren in Deutschland bei Einverdiener-Haushalten ein Vorsichtsmotiv, das durchschnittlich einem Drittel des liquiden Vermögens entspricht, wohingegen sich kein vergleichbarer Effekt in Großbritannien zweigt.
Kurzfassung auf Englisch: The dissertation analyzes the influence of labor market regimes in Germany and the United Kingdom on private household saving from a comparative perspective. The main question is whether the amount of saving of employees is related to the perception of their individual unemployment risk.
The analysis focuses on the influence of institutions on the micro level in different national contexts: lower dynamics of the German labor market – indicated by the average unemployment duration – and consequently higher individual fear of job loss seem to be part of the explanation why in continental welfare states the private saving rates are substantially higher than in their Anglo-Saxon counterparts. The theoretical foundation on the micro level is a buffer-stock saving model, which assumes that individuals insure against income volatility by the accumulation of wealth, i.e. precautionary saving.
Using panel data on employees in Germany and the UK from the SOEP and the BHPS reveals that, when controlling for consumption preferences and other aspects, the average amount of precautionary saving in Germany is roughly a third of the liquid wealth in households with one earner – while there is no comparable effect in the UK.


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Letzte Änderung: 10.11.16