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Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:luen4-opus-144957
URL: http://opus.uni-lueneburg.de/opus/volltexte/2018/14495/


Gestaltung gesellschaftlicher Naturverhältnisse in der ländlichen Entwicklung am Beispiel der nachhaltigen Nutzung von Agrobiodiversität

Shaping societal relations to nature in rural development in the case of the sustainable use of agrobiodiversity

Burandt, Annemarie

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SWD-Schlagwörter: Landwirtschaft , Agrarpolitik , Nachhaltigkeit , Multifunktionalität , Biodiversität
Freie Schlagwörter (Deutsch): nachhaltige ländliche Entwicklung , Agrobiodiversität
Freie Schlagwörter (Englisch): Sustainable rural development , agriculture , agricultural policy , multifunctionality , agrobiodiversity
Institut: Nachhaltigkeitsmgmt./-ökologie
DDC-Sachgruppe: Natürliche Ressourcen, Energie und Umwelt
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Hofmeister, Sabine (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.02.2018
Erstellungsjahr: 2017
Publikationsdatum: 13.06.2018
Kurzfassung auf Deutsch: Agrobiodiversität besitzt vielfältigen ökologischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Wert. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für zukünftige Nutzungen und steht gleichzeitig in einem besonderen Verhältnis zu menschlichem Handeln. Zwar basiert Agrobiodiversität auf Natur, sie ist jedoch wesentlich durch landwirtschaftliche Tätigkeiten gestaltet worden und kann ohne weitere Nutzung durch den Menschen nicht erhalten und erneuert werden. Die vorliegende Dissertation analysiert die Gestaltung gesellschaftlicher Naturverhältnisse in der ländlichen Entwicklung am Beispiel der nachhaltigen Nutzung von Agrobiodiversität. Schutz und Nutzung von Agrobiodiversität wird hierfür in einem ersten Schritt als sozial-ökologisches Phänomen konzipiert. Daran schließen sich Analysen auf agrarpolitischer und landwirtschaftlich praktischer Ebene an. Anhand einer Analyse der der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) und im speziellen der Politik zur ländlichen Entwicklung wird deutlich, dass eine programmatische Orientierung an Wettbewerbsfähigkeit und einer nachhaltigen Entwicklung besteht und das Paradigma einer multifunktionalen Landwirtschaft integrierende Ansätze bietet. Diese Ansätze werden jedoch weiterhin vor dem Hintergrund einer unhinterfragten Logik realisiert, die davon ausgeht, dass naturerhaltendes Wirtschaften nicht wettbewerbsfähig sein kann. Die GAP löst somit die hierarchische Trennung zwischen Schutz und Nutzung von Agrobiodiversität nicht auf. Trotz der Wirkmächtigkeit der GAP kann mittels der Fallstudie ´Arche-Region Flusslandschaft Elbe´ an einem konkreten Beispiel aus der landwirtschaftlichen Praxis dargestellt werden, wie nachhaltige Agrobiodiversitätsnutzung umgesetzt wird. Aus den Ergebnissen der Fallstudie werden abschließend Schlussfolgerungen für eine Weiterentwicklung der Politik zur ländlichen Entwicklung und EU-Agrarpolitik im Allgemeinen abgeleitet.
Kurzfassung auf Englisch: Agrobiodiversity has diverse ecological, economic and socio-cultural value. It is a fundamental prerequisite for a wide range of future uses and at the same time has a special relationship with human action. Although agrobiodiversity is based on nature, it has been shaped essentially by agricultural activities and cannot be maintained and renewed without further human use. The present dissertation analyses the shaping of social relations to nature in rural development using the example of the sustainable use of agrobiodiversity. First, the conservation and use of agrobiodiversity is conceived as a social-ecological phenomenon. This is followed by research on both agricultural policy and practice. An analysis of the EU´s Common Agricultural Policy and, in particular, rural development policy shows that there is a programmatic orientation to integrate competitiveness and sustainable development, and that the paradigm of multifunctional agriculture offers integrated approaches. However, these approaches continue to be implemented against the background of an unquestioned logic that assumes that ecologically sound management cannot be competitive. The CAP thus does not resolve the hierarchical separation between the conservation and use of agrobiodiversity. Despite the effectiveness of the CAP, the case study ´Arche-Region Flusslandschaft Elbe´ illustrates as a concrete example from agricultural practice how the sustainable use of agrobiodiversity can be implemented. Finally conclusions are drawn from the results of the case study for the further development of rural development policy and agricultural policy in general.


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Letzte Änderung: 10.11.16