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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:luen4-opus-145523
URL: http://opus.uni-lueneburg.de/opus/volltexte/2019/14552/


Mobilitätsverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland - Annäherungen an eine unbekannte Größe am Beispiel von Offenbach am Main

Travel behaviour of people with an immigration background in Germany – approaching the unknown by the example of Offenbach am Main

Welsch, Janina

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SWD-Schlagwörter: Verkehr , Mobilität , Migrationshintergrund , empirische Forschung , Fahrrad , PKW , öffentlicher Personennahverkehr
Freie Schlagwörter (Deutsch): Mobilitätsverhalten , Alltagsmobilität , logistische Regression , Mobilitätssozialisation
Freie Schlagwörter (Englisch): transport , travel behaviour , everyday mobility , immigrants , empirical research , bicycle , travel socialization , car
Institut: Kulturwissenschaften (alt)
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Pez, Peter (Apl. Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.04.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 17.06.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Internationalisierung und Diversifizierung der Gesellschaft sind nur zwei Schlagworte, die mit aktuellen und prognostizierten Veränderungen der Bevölkerung in Deutschland und dem Stichwort des demografischen Wandels verbunden werden. Der Anteil der Menschen, die persönlich oder familiär einen Herkunftsbezug zu Ländern außerhalb Deutschlands aufweisen, steigt seit Jahren an. Diese Menschen werden in der Bevölkerungsstatistik als Personen mit Migrationshintergrund erfasst, wobei vor allem die eigene Staatsangehörigkeit eine Rolle spielt, sowie diejenige der Eltern. In den Mobilitäts- und Verkehrswissenschaften ist das Wissen über diese Bevölkerungsgruppe in Deutschland sehr gering und fragmentiert. Wenig ist bekannt über das Vorhandensein von Nutzungsvoraussetzungen wie Führerscheinbesitz oder der Fähigkeit Fahrrad fahren zu können, über die Verfügbarkeit verschiedener Verkehrsmittel oder über das alltägliche Mobilitätsverhalten. Auffallend ist diese Lücke vor allem im Vergleich mit den USA, wo sich Verkehrs-, Bildungs- und Gesundheitswissenschaften mit dem Mobilitätsverhalten von Migranten beschäftigen.
Ziel dieser Arbeit ist es, diese Wissenslücke für Deutschland zu verkleinern. Dabei stellt sich die Frage, ob sich Menschen mit Migrationshintergrund unter den hiesigen Rahmenbedingungen in ihren Mobilitätsvoraussetzungen und in ihrem alltäglichen Mobilitätsverhalten von den Menschen ohne Migrationshintergrund unterscheiden. Darüber hinaus ist die Identifikation wichtiger Einflussfaktoren zur Erklärung des Verhaltens von besonderem Interesse.
Grundlage ist eine - teilweise explorativ angelegte - empirische Studie zum Mobilitätsverhalten von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Offenbach am Main, die 2010 im Rahmen eines Forschungsprojekts am ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen den Gruppen. Diese betreffen soziodemografische und -ökonomische Faktoren, mobilitätsbezogene Voraussetzungen wie Führerscheinbesitz oder Verkehrsmittelverfügbarkeit, Fragen zur Mobilitätskultur im Elternhaus, aber vor allem die alltägliche Nutzung verschiedener Verkehrsmittel. Die Ergebnisse werden in dieser Arbeit in Artikelform kumulativ präsentiert und durch einen einrahmenden Text eingeleitet, eingeordnet und im Zusammenhang diskutiert.
Kurzfassung auf Englisch: The current and the predicted demographic change in Germany can be described by a trend towards ageing but also towards an internationalisation and diversification of society. The proportion of people with a non-German origin has been rising for years. In the population statistics those persons are categorised as having an immigration background, according to their own and their parent´s nationality. In the German mobility and transport sciences there is only very scarce and fragmented knowledge about this population group. Little is known about the existence of preconditions for the use of different transport means such as driver´s license ownership or the ability to ride a bicycle. Also, little is known about the availability of different transport means or about everyday travel behaviour. This gap is particularly striking in comparison with the USA. Here, transport, education and health sciences increasingly study the travel behaviour of immigrants.
The aim of the dissertation is to reduce this knowledge gap for Germany. One of the main questions is, whether people with an immigration background differ from people without an immigration background in their mobility options and in their everyday travel behaviour. In addition, the identification of important influencing factors for the explanation of behaviour is of particular interest.
The base of the dissertation is an empirical study on the travel behaviour of people with and without an immigration background in Offenbach am Main. It was conducted in 2010 as part of a research project at the ILS - Institute for Regional and Urban Development Research (ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH). The results show both similarities and differences between the groups. Differences relate to sociodemographic and socio-economic factors, to mobility-related preconditions such as driver´s licence ownership or availability of transport means, to the family´s mobility culture, but above all to the everyday use of different transport means. In the cumulative dissertation the results are presented in article form. The framing text introduces the topic, links it to existing literature, gives details on the empirical study and discusses the findings in context.


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Letzte Änderung: 10.11.16