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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:luen4-opus-145546
URL: http://opus.uni-lueneburg.de/opus/volltexte/2019/14554/


Shifting Perspectives - Towards a Better Understanding and a More Effective Promotion of Women Entrepreneurship in Sub-Saharan Africa

Ein Wechsel der Perspektive - Für ein besseres Verständnis und eine wirksamere Förderung von weiblichem Unternehmertum in Subsahara-Afrika

Wolf, Kathrin

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SWD-Schlagwörter: Entrepreneurship , Frauenförderung , Armutsbekämpfung , Subsaharisches Afrika
Freie Schlagwörter (Deutsch): Weibliches Unternehmertum , wirtschaftliches Empowerment , Geschlechterrollen , randomisiertes Kontrollgruppenexperiment , Latent Profile Analysis
Freie Schlagwörter (Englisch): women entrepreneurship , economic empowerment , entrepreneurial promotion , poverty alleviation , developing countries , sub-saharan Africa , systema
Institut: BWL
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Frese, Michael (Prof. Dr.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.06.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 25.06.2019
Kurzfassung auf Englisch: In sub-Saharan Africa, women own or partly own one third of all businesses, thereby having a large potential to contribute to the economic development and societal well-being in this region. However, women-owned businesses tend to lag behind men-owned businesses in that they make lower profits, grow more slowly, and create fewer jobs. To identify reasons for this gap and effective means to promote women entrepreneurs, large parts of the entrepreneurship literature have compared male and female entrepreneurs with regard to individual characteristics, paying only limited attention to the underlying environmental conditions. This is problematic as women entrepreneurs operate under different conditions than men, with particularly pronounced differences in sub-Saharan Africa.
Against this backdrop, the goal of this dissertation is to contribute to a more profound understanding of women entrepreneurship in sub-Saharan Africa and its promotion through training by examining critical context factors. Specifically, I analyze two context factors that influence women’s entrepreneurial performance and the success of training interventions: 1) women entrepreneurs’ husbands and 2) the entrepreneurship trainer. These analyses are embedded in considerations of the cultural, social, and economic conditions women entrepreneurs in sub-Saharan Africa are facing.
In Chapter 2, I conduct a systematic literature review on spousal influence in entrepreneurship and identify six recurrent types of influence. Complementing the literature originating from Western settings, I develop propositions on how the sub-Saharan context affects husbands’ influence on women entrepreneurship in this region. In Chapter 3, I build on a cultural theory and an economic theory of the household to develop and empirically test a theoretical model of husbands’ constraining and supportive influences on women entrepreneurship in sub-Saharan Africa. The empirical results point to three distinct types of husbands that differ significantly in their impact on women entrepreneurs’ business success. In Chapter 4, I explore the influence of the trainer on the effectiveness of entrepreneurship training in sub-Saharan Africa by drawing on an unsuccessful training implementation. Qualitative analyses indicate that the use of adequate teaching methods is critical towards training success. Overall, this dissertation makes an important contribution towards a better understanding of women entrepreneurs in sub-Saharan Africa and their promotion by shifting the perspective from a purely individualist to a more contextualized view of women entrepreneurship.
Kurzfassung auf Deutsch: Ein Drittel aller Unternehmen in Subsahara-Afrika wird von Frauen geführt. Diese weisen damit ein großes Potential auf, zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in der Region beizutragen. Im Vergleich zu Unternehmen von Männern sind Unternehmen von Frauen allerdings oft weniger profitabel, wachsen langsamer und generieren weniger Arbeitsplätze. Um Gründe für diese Differenz zu identifizieren und Unternehmerinnen effektiv zu unterstützen, haben große Teile der Entrepreneurship-Literatur Unternehmerinnen und Unternehmer in Bezug auf individuelle Merkmale verglichen, aber den zugrunde liegenden Rahmenbedingungen nur begrenzte Aufmerksamkeit gewidmet. Dies ist problematisch, da sich die Bedingungen, unter denen Unternehmerinnen und Unternehmer arbeiten, insbesondere in Subsahara Afrika stark voneinander unterscheiden.
Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieser Dissertation, durch die Untersuchung bedeutsamer Kontextfaktoren zu einem besseren Verständnis von weiblichem Unternehmertum in Subsahara-Afrika sowie seiner Förderung durch Training beizutragen. Konkret analysiere ich zwei Kontextfaktoren, welche die unternehmerische Leistung von Frauen und den Erfolg von Trainingsmaßnahmen maßgeblich beeinflussen: 1) die Rolle der Ehemänner von Unternehmerinnen sowie 2) die Rolle von Trainern und Trainerinnen in Unternehmertrainings. Meine Analysen berücksichtigen dabei die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, unter denen Frauen in Subsahara-Afrika ihre Unternehmen führen.
In Kapitel 2 verfasse ich einen systematischen Überblick über die Literatur zu den Einflüssen des Ehepartners auf die unternehmerische Aktivität und Leistung von Unternehmern und Unternehmerinnen und stelle sechs wiederkehrende Arten von Einflüssen heraus. Um die größtenteils auf westlichen Gesellschaften beruhende Forschung zu ergänzen, erarbeite ich Vorschläge dazu, wie sich der Einfluss des Ehemanns in Subsahara-Afrika entfaltet. In Kapitel 3 stütze ich mich auf eine Kultur- und eine haushaltsökonomische Theorie, um ein theoretisches Modell zu entwickeln, das die positiven und negativen Einflüsse erklärt, die Ehemänner in Subsahara-Afrika auf Unternehmerinnen nehmen. Empirische Analysen zeigen drei Typen von Ehemännern auf, die sich in ihrem Einfluss auf den Geschäftserfolg von Unternehmerinnen signifikant voneinander unterscheiden. In Kapitel 4 nutze ich eine erfolglose Trainingsimplementierung, um den Einfluss von Trainern und Trainerinnen auf die Effektivität von Unternehmertrainings in Subsahara-Afrika zu
untersuchen. Qualitative Analysen deuten darauf hin, dass die Verwendung adäquater Lehrmethoden entscheidend für den Trainingserfolg ist.
Insgesamt leistet diese Dissertation einen wichtigen Beitrag zu einem besseren Verständnis von weiblichem Unternehmertum und seiner Förderung in Subsahara-Afrika, indem sie die Perspektive von einer rein individualistischen zu einer kontextualisierten Sichtweise verlagert.


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Letzte Änderung: 10.11.16