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Masterarbeit zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:gbv:luen4-opus-145602
URL: http://opus.uni-lueneburg.de/opus/volltexte/2019/14560/


Mit der Regierungskonzeption von Michel Foucault zu einer kritischen Perspektive auf die transdisziplinären Nachhaltigkeitswissenschaften

Habigt, Lisa

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SWD-Schlagwörter: Foucault, Michel , Transdisziplinarität , Nachhhaltigkeit
Institut: Nachhaltigkeit
DDC-Sachgruppe: Allgemeines, Wissenschaft
Dokumentart: Masterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 15.08.2019
Kurzfassung auf Deutsch: In der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung sollen mit partizipativen
Forschungsansätzen Lösungen für einen gesellschaftlichen Wandel hin zur Nachhaltigkeit
generiert werden. Allerdings fehlen bisher Begründungen und Belege für die Erwartungen,
die mit der Partizipation verbunden werden, und auch die mangelnden gesellschaftlichen
Veränderungen durch die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung wurden kritisiert.
Gleichzeitig legen Forschungen aus dem Feld der governmentality studies nahe, dass
partizipative Prozesse auch ein gewisses Risiko bergen, Herrschaftszustände
aufrechtzuerhalten. Um einen Wandel hin zur Nachhaltigkeit zu befördern, sollen in dieser
Arbeit daher mit der Regierungskonzeption von Michel Foucault die Ausgestaltung der
Partizipation in der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung untersucht werden und
insbesondere inwieweit diese stabilisierend für die gesellschaftlichen Verhältnisse wirken
kann. Dementsprechend wird die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung auf
Übereinstimmungen und Unterschiede zur neoliberalen Gouvernementalität untersucht
und die Implikationen des Ergebnisses vor dem Hintergrund eines an den Brundtland
Berichts angelehnten Nachhaltigkeitsverständnisses diskutiert. Die Untersuchung zeigt
starke Parallelen zwischen der transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung und einer
neoliberalen Regierungsweise. Auch wenn diese Regierungsweise durchaus Vorteile mit
sich bringt, gibt es doch Anzeichen, dass sie, und damit auch die transdisziplinäre
Nachhaltigkeitsforschung, dazu neigt, soziale Ungleichheit zu verstärken und strukturelle
Gründe für Armut und die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlage zu
vernachlässigen. Dies würde den Hauptmotiven des Nachhaltigkeitsverständnisses
entgegenwirken.


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Letzte Änderung: 10.11.16